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Glühbirnen und Parkplatznöte

Warum heißt Grönland „Grönland“? Klar! Weil es mal grün war. Das war vor der letzten Eiszeit. Danach reichte die Wärme nicht mehr aus, das letzte Eis dort wegzuschmelzen, dann blieb es erst mal da, bis…. Ja, bis zur Erfindung der Glühbirne. Die Australier haben das jetzt erkannt und schaffen erstmal die Glühbirne ab, weil…Weil sie nicht wollen, dass Grönland wieder grün wird. Vor meinem Haus steht ein Riesensuff, nein kein Überbleibsel vom Karneval, ein Riesen-Suv, sage ich. Sein Besitzer ist sicher gegen die Abschaffung der Glühbirne und für die Wiederherstellung des alten Grönland-Status. Dann wird auch ein großer Teil der Nordsee wieder zum subtropischen Meer und der Pazifik reicht bis Duisburg. Das ist gut, dann haben wir die Küste vor der Haustür, können zu Fuß hinlaufen und brauchen keine Suffs mehr. Ist auch gut für Borkum und den Rest der Ostfriesischen Inseln, da hat es bei meinem letzten Urlaub n u r geregnet. Das Terrain dort erkläre ich jetzt schon mal zum deutschen Bikini Bottom. Übrigens soll das eben nicht Edison gewesen sein, das mit der Glühbirne, sondern einer vom Deister. Der deutsche Jordan eben, richten wir die Welt zugrunde, geht alles den Deister runter. Erst die Glühbirne weg, dann die Suffs, dann hab ich auch wieder einen Parkplatz vor der Haustür.

P.S.: habe heut schon mal an der Zukunft, der schlechten, gearbeitet, und den überhitzten Raum, in dem ich vier Stunden aushalten musste, immer mal ordentlich gelüftet. Ist bestimmt ne Menge wärme in Richtung Glühbirnen-Deister gegangen, oder vielleicht sogar bis Australien.

Rettet die Deutsche Glühbirne!

22.2.07 17:06


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Jandllog

Jandllog

ich log

ich log in

login blog

ich bin das log…das bloglog,

ich diene meinem bloggerlogger,

der gloggert und bloggert,

und loogelt und googelt

und voodelt und poodelt,

wir alle gloogeln und poodeln

und bloggeln und floggeln,

flop, blog, flop,

otto: blog log blogg:

ottos blog : ok, o two, otto log,
otto loginlog:
ottos blog kotzt
outlog, outlog, outlaw,
hey blog, lets log,
lets log and loll and google doll
logou…..
ttttttttttttttt
zngram,
sorrylog
loagart
lout
logout

21.2.07 22:43


Sonntagstext

 


 

 

“Das Sich-Messen am Text in seinem Eigenrecht ist auch die für den Leser fruchtbarste Lektüreweise. Gerade das Bemühen um Intersubjektivität im Weg vom Ich zum Text und zurück stärkt zuletzt und am meisten unsere Ichkräfte. Indem wir uns auf Dichtung einlassen, lassen wir uns auf individuelle Weltsichten und Weltentwürfe ein, die uns fordern und wieder freigeben, die uns dazu auffordern, in uns das Individuelle auszubilden und zu artikulieren.“ (Kaiser, a.a.O. S. 116)

 

Messt Euch also am Text!

Der Weg vom Ich zum Text bedeutet nichts andres, als seine eigene Sichtweise auf die Wörter, die Bilder, Metaphern und Symbole eines Gedichtes beispielsweise zuzulassen, um dann zu erfahren, dass man etwas verstanden hat. Was aber habe ich verstanden? Vielleicht zu allererst mein eigenes Nicht-Verstehen, mein eigenes Unvermögen, dem möglichen, dem gemeinten „Sinn“ eines Gedichtes auf die Spur zu kommen. Das ist aber kein „Nicht-Verstehen“, sondern im betsen Falle ist es das Verstehen meines eigenen Rätselns, meines eigenen Suchens nach Sinn. Diesem muss ich mich immer wieder neu stellen beim Lesen, ja, beim ersten Lesen eines Gedichts. Jedes neue Lesen eines neuen Textes, und sei er noch so vielschichtig, noch so vermeintlich verschlüsselt, jedes neue Lesen also bringt mich weiter, zeigt mir, zwingt mir geradezu auf: meine eigene Leseerfahrung. Auch auf diese Weise erkenne ich meine eigene Subjektivität und meistere sie. 
18.2.07 20:42


Heute mal kein Zitat, sondern ein Auszug aus Unterrichtsergebnissen:

 

 

Ekkehard Zerbst

 

Mitternachtsmühle

 

In Mitternachtsmühle

verdichtet sich Mehl

wird wieder Korn
treibt Mahlsteine an
die über dunkles Gestänge

Windflügel drehen
um wieder ein Wehen
in Himmel zu schlagen

dort draußen
So wirkt es
von innen nach außen

um doch noch
Bewegung in diese
so wohlgefällige Ruhe
zu schlagen

mit
brotloser
Konsequenz

 

 

 

Gedanken zu Ekkehard Zerbst, „Mitternachtsmühle“. In: Fänger jährlichen Regens. Kreuzau: Auslesen-Verlag, 2007. S. 71.

 

Zitat aus: Lessing, Emilia Galotti, Erster Aufzug, Zweiter Auftritt:

[…]

Der Prinz. Guten Morgen, Conti. Wie leben Sie? Was macht die Kunst?

Conti. Prinz, die Kunst geht nach Brot.

Soweit Lessing, soweit diese Quelle, in Wikipaedia gibt es Genaueres.

Bei Ekkehard Zerbst finden wir in dem Gedicht „Mitternachtsmühle“ eine schöne Anspielung auf dieses Geflügelte Wort in den letzten zwei Zeilen, wo von „brotloser Konsequenz“ die Rede ist. Diese Aussichtslosigkeit, dass Kunst „nichts“ bringe, dass sie kaum zum Lebensunterhalt beitragen kann, findet sich in dem Gedicht in umkehrender Weise so wieder, wie der Sprecher hier auch die Mühlen rückwärts mahlen lässt. Aber dennoch gibt dieses Gedicht Anlass zur Hoffnung für den Sprecher und für uns alle, denn Dichtung und Kunst wirken immer reversibel von außen nach innen und von innen nach außen. Des Sprechers Mitternachtsmühle sorgt für eine „Bewegung“, die einschlägt in eine ganz bestimmte „so wohlgefällige“ Ruhe, zwar „mit brotloser Konsequenz“ zum Leidwesen des Dichters, Malers, Künstlers, dennoch mit Konsequenz. Mit dieser einen der Kunst ursprünglich innewohnenden Konsequenz, dass sie Welt gestaltet und Welt verhandelt, dass sie den Betrachter, Leser, den Aufnehmenden eben, zu verändern in der Lage ist, dass sie die Menschen vorwärts bringt. Schade eigentlich, dass es dann auch „Kunst“ gibt, die nach Brot geht. Conti ist ein Beispiel dafür, seine Auftragsarbeiten für den Prinzen, sein Opportunismus sichert ihm sein Überleben, sein Brot. Heute haben wir andere Contis auszuhalten, Tokio Hotel, von mir aus auch Dieter Bohlen. Mit Beuys gesprochen ist jedoch alles irgendwie Kunst, mit Zerbst geantwortet: Es kommt auf den Grad der Heftigkeit einer Bewegung an, die in eine „wohlgefällige Ruhe“ schlägt.

 

16.2.07 15:18


Text am Donnerstag:

 Weil heut’ Karneval beginnt und so, folgt ein etwas kürzeres Zitat -- aus Kaiser wieder -- , aber ein ungleich geeigneteres für diese Gelegenheit:

 „Die lustvolle Arbeit am Text – das ist die Aktivierung unseres Denk,- Phantasie- und Erlebnispotentials und sein Hinüberfließen in den Text, den es verlebendigt und aus dem es am Ende wieder zu uns zurückfließt.“ (Kaiser, a.a.O. S. 112)

Wie isses doch schön! Die „lustvolle Arbeit am Text“ – lesen und interpretieren macht also Spaß, das habe ich immer schon gewusst. Ihr auch? Das, was wir erleben mit dem Text, bewirkt ein gewisses Fließen, etwas fließt in den Text und wieder zu uns zurück. Ich mache es heute kurz. Morgen mehr!

15.2.07 17:09


Zitat am Mittwoch:

 

(wieder aus Kaiser)

 

Am Ende erinnert uns der Entwurfscharakter der Dichtung daran, daß der Mensch in dem von ihm eröffneten und geschaffenem, vom Gegebenen sich abstoßenden Weltsystem immer unterwegs ist, dass seine Fähigkeit zu denken, zu sprechen, zu projektieren, zu dichten die Antwort auf die menschliche Grunderfahrung ist, nicht und nie am Ziel zu sein, im Gegensatz zum Tier immer den Stachel des Ungenügens am Vorhandenen in sich zu tragen. Er ist es aber auch, der uns jede Lebenserfüllung in ihrer Vollkommenheit und Gebrechlichkeit zugleich um so tiefer empfinden lässt. Der Stachel des Ungenügens ist unsere sensibelste Antenne. Der Mangel ist der Grund unseres Reichtums. Die Sprache ist die Spitze dieser Antenne, mit der der Mensch das geschlossene Dasein durchstößt und das Verlorene und das noch Ausstehende heranholt. (Kaiser, a.a.O. S. 72)

 

Überlegungen dazu:

  1. menschliche Grunderfahrung: der Weg ist das Ziel, wir kommen niemals an, welche Rolle spielt die Dichtung dann?
  2. „Stachel des Ungenügens“: Nach Freud entsteht jede Dichtung aus Schmerz. Stachel bereiten uns Schmerzen, deshalb dichten wir.
  3. Sprache ist …“Spitze der Antenne“ = auf der Sprache ruht und lastet die Welt und die Welterfahrung, wir bilden nach und bilden vor
  4. Der Mensch ist ein Mangelwesen, der Mensch als Mangelwesen. Die Literatur und die Dichtung schaffen Abhilfe und zeigen neue Mängel auf—gleichzeitig.
14.2.07 19:39


Zitat am Dienstag: (wieder aus Kaiser)

 

„Die metaphorisch reiche Sprache der Dichtung lässt erkennen, worauf Poesie als Sprachkunst letztlich gründet: nämlich auf dem grundsätzlich metaphorischen Charakter der Sprache, die, indem sie Zeichen für Bezeichnetes setzt, immer doch nur zeichenhaft bleibt und gerade damit unsere Fähigkeiten zur psychischen und sensuellen Substitution in Anspruch nimmt. So sagt Friedrich Nietzsche sprachkritisch in seinem für die Sprachtheorien der Moderne grundlegenden Aufsatz Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn: Der Sprachbildner ‚bezeichnet nur die Relationen der Dinge zu den Menschen und nimmt zu deren Ausdruck die kühnsten Metaphern zu Hilfe. Ein Nervenreiz, zuerst übertragen in ein Bild! Erste Metapher. Das Bild wird nachgeformt in einem Laut! Zweite Metapher. Und jedes Mal vollständiges Überspringen der Sphäre, mitten hinein in eine ganz andre und neue.’(24)

Für die Dichtung bedeutet dies, dass sie Reichtum aus einem Mangel, der Uneigentlichkeit der Wörter, zieht. Versucht die Lautmalerei, wenn sie künstlich Entsprechungen zwischen Wortklang und Sache herstellt, den Riß zwischen den Sphären zu überspielen, so akzentuiert und steigert die literarische Metapher den Sprung zwischen Zeichen und Bezeichnetem. Sie setzt ihn als Signal für die Zentriertheit der Welt im zeichensetzenden Menschen und gleichzeitig zur Dynamisierung der Vorstellungen ein. Das zu Bezeichnende wird metaphorisch facettiert und mit wechselnden Akzentsetzungen umkreist und aktualisiert. Die Reduktion, Abstraktion und Konventionalität der Sprache als Zeichensystem kann so zum Anstoß werden, ihr abwechselnd durch Überspielung und kunstvolle Verdoppelung der Uneigentlichkeit Konkretion, sensuelle Dichte und Bewegung abzugewinnen, so dass aus der Bewegtheit des dichterischen Sprechens eine Bewegtheit des Aufnehmenden erzeugt wird…

(Kaiser, a.a.O. S.15)

 

Thesen und Aspekte, die sich hieraus ergeben:

-         Dichtung = Reichtum aus Armut

-         Sprache = grundsätzlich metaphorisch

-         Menschen setzen Zeichen – Dichter steigern dies nochmals in eine andere Ebene

-         Welt ist im Menschen – im Zeichen

-         Dichter bewegt Leser

13.2.07 20:06


Zitate der Woche: Montag, 12. Februar

 

Zitat aus: Gerhard Kaiser, Wozu noch Literatur? Über Dichtung und Leben, München, 1996, Beck’sche Reihe, 1164, S. 57

 

„Es dürfte sich bestätigt haben, daß Dichtung als Abbildung, Auswahl, Verdichtung, Komposition, Stilisierung, Selbstreflexion mehr und anderes ist als eine bloße sprachliche Verdoppelung der gegebenen Welt. Sie ist im Darstellen […] immer auch Deutung der Welt. Diese Verschmelzung von Darstellung und Deutung ist vielleicht das wichtigste Kennzeichen der Dichtung, das sie mit der bildenden Kunst gemein hat, und ihr Hauptunterschied von allen Theorien und wissenschaftlichen Interpretationen der Welt. Die Dichtung sagt gleichzeitig, dass, wie und warum etwas ist.“

 

Eigene Gedanken dazu ergeben sich zwangsläufig:

Merke: Dichtung ist immer Abbild, Verdichtung, Stilisierung usw. Dichtung ist Welt und enthält Welt und sagt gleichzeitig, warum etwas da ist…dass es da ist, sagt sie sowieso und es ist immer da in dem Moment, wenn wir Dichtung aufnehmen und zu unserem Teil der Welt hinzufügen.

Der Dichter, Schriftsteller, handelt in der Welt und schafft gleichzeitig Welt, gewissermaßen „verhandelte“ Welt, die er zwischen sich und dem jeweiligen Leser „aushandelt“. Wenn ich lese, trete ich in „Verhandlungen“ mit dem Dichter ein über das, was wir beide gemeinsam –oder auch nicht – an „Welt“ zur Verfügung haben. Diese Verfügungsmasse von Welt ergibt dann eine neue oder auch nur die „eine“ Interpretation, die just nur grad für den einen Moment des jeweiligen Lesens zur Verfügung steht…und danach wieder verblassen muss gegen die unzähligen neuen Welten, die ständig beim Interpretieren geschaffen werden.

12.2.07 16:39


 

A poem is like
an ocean of thought
in a single
drop of water caught
© Alfred R. Schulz / uisgeovid 2001

        

                           Zu viele...

                                   Steine säumen den Weg des Wanderers –

                                   sie sind unterschiedlich

                                   groß und klein,

                                   schwer und leicht,

                                   manche beachtet er, würdigt sie seines

                                   Blickes,

                                   ja, manche hebt er sogar auf,

                                   schaut sie an

                                   und wirft sie

                                   mit behutsamem Schwung

                                   wieder weg,

                                   andere lässt er einfach achtlos liegen,

                                   geht an ihnen vorbei.

                                   Vielleicht, denken sie,

                                   hebt er uns das nächste Mal auf...

© Alfred R. Schulz / uisgeovid 2001

 

                                   Die ersten und die letzten

                                   Wir sahen die ersten Menschen

                                   auf dem Mond.

                                   Dann haben wir die ersten Menschen

                                   künstlich gezeugt.

                                   Bald schon werden wir die ersten

                                   Menschen aus Genen herstellen können.

                                   Bald danach werden die ersten Menschen

                                   auf der Festplatte denken.

                                   Immer gibt es ein erstes Mal,

                                   immer gibt es erste Menschen,

                                   Die Letzten?

                                   ... werden keine mehr sein.

© Alfred R. Schulz / uisgeovid 2001

27.11.06 20:43


Log 2

Hat der Präsident aus den US und A Bertolt Brechts Mutter Courage gelesen oder nicht?

In seinen [Notizen über] „Die dialektische Dramatik“ spricht Brecht unter Punkt 8 über den „Funktionswechsel des Theaters“.

Einleitend sagt er: "Die Gesamtheit des Theaters muß umgestaltet werden, nicht nur der Text oder der Schauspieler oder selbst die ganze Bühnenaufführung – auch der Zuschauer wird einbezogen, seine Haltung muß geändert werden.“ (Bertolt Brecht, Über Politik und Theater, edition suhrkamp, 465, S. 26.)  Schaut man sich dann die Gedanken Brechts näher an, er redet im Folgenden davon, den Zuschauer zu „theatralisieren“, ihn komplett in das Geschehen einzubeziehen, dann findet man sehr schnell heraus, worum es Brecht im dialektisch-sozialistischen Prozess gehen muss. Das zeitgenössische Theater versteht er als lediglich eine Art „Geschäftsunternehmen“, das vom „Verkauf von Abendunterhaltung profitiert“. Jetzt gehe man einen Schritt weiter und verändere das zuschauende Kollektiv an sich. Nämlich so:

            Jetzt kann die Forderung erhoben werden, dass der Zuschauer (als Masse) literarisiert wird, das heißt, dass er eigens für den Theater»besuch« ausgebildet, informiert wird! Nicht jeder Hereingelaufene kann, auf Grund eines Geldopfers, hier »verstehen« in der Art von »konsumieren«. Dies ist keine Ware mehr, die jedermann auf Grund seiner allgemeinen sinnlichen Veranlagung ohne weiteres zugänglich ist. (a.a. O. S. 27)

Was meint der Autor hier? Der Zuschauer kann nicht mehr einfach so an sich und fidel ins Theater gehen, oder was? Ein Ticket ist keine Ware mehr, die man kauft, um sich zu belustigen, um unterhalten zu werden, die Sorgen des Alltags einmal vergessen? Muss wohl so sein. Der Zuschauer darf nur noch ins Theater gehen und ein Stück, ein Brecht-Stück, sehen, wenn er vorher studiert hat, „studieren“ im Sinne Brechts hier hieße, sich den Stoff des Stückes, die Botschaft, die Dialektik des Klassenkampfes usw. mühevoll erarbeitet zu haben, um dann die Aufführung der Schauspieler, die ebenso mühevoll „studiert“ haben, zu genießen. Dieses Verständnis von Kunst schließt jede Menge Leute aus! Das ist aber auch andererseits wieder typisch für sozialistische Haltungen, Kommunismus hat etwas Totalitäres an sich, etwas, das den Andersdenkenden ausschließt. Der normale Theatergänger ist nach Brecht ein „Hereingelaufener“, der ein „Geldopfer“ bringt, um Theater zu erleben, der aber noch lange nicht „verstehen“ kann. Spitzfindig könnte man auch sagen, der noch lange nicht „verstehen“ darf! Nach Brecht dürfen wir nämlich erst dann „verstehen“, wenn wir vorher etwas gelernt haben, am besten den kompletten Leninismus-Marxismus, inklusive diverser klassenkämpferischer Vorleistungen in Arbeiterkampfgruppen und Auszeichnungen als „Held der Arbeit“.

Brecht verstarb 1956. Bis heute werden seine Stücke mit Erfolg aufgeführt, und gute sind darunter, mitunter enthalten sie auch den für BB typischen Humor. Ihr Unterhaltungswert schwankt von Aufführung zu Aufführung. Insgesamt jedoch vermag sich der Autor dieser Zeilen die hohe Umdrehungszahl der Rotationen nicht vorzustellen, mit denen sich Brecht im Grab dreht, wenn er daran denkt, dass seine Stücke immer wieder falsch aufgeführt werden, dass beliebig viele Massen von „Hereingelaufenen“ sich an ihnen vergehen, indem sie sie nur zur Unterhaltung sehen. Bin ich aber froh, dass es noch Schulen, höhere Bildungsanstalten gibt, wo Brecht „gelehrt“ wird, wo seine Stücke dazu benutzt werden, das Volk aufzuklären.

Das Ziel ist einfach: Wir lesen MC, studieren es im Brecht’schen Sinne – und es gibt keine Kriege mehr auf der Welt. Oder doch? Könnte es nicht sein, dass immer noch so ein paar Leute, Großkapitalisten, Fondsmanager und shareholder Spaß daran haben, am Krieg zu verdienen? Nein, Entschuldigung, ich weiß ja, es gibt die Achse des Bösen, wir müssen gegen den weltweiten Terrorismus kämpfen. Bush hat Recht, der will ja gar nicht am Krieg verdienen, hat bestimmt auch Mutter Courage gelesen.

 

26.11.06 13:54


Log2 ++

Da fällt mir ein Gedicht ein in dem Zusammenhang:

Two Sides of War (All Wars)
"All wars are planned by older men
In council rooms apart,
Who call for greater armament
And map the battle chart.

But out along the shattered field
Where golden dreams turn gray,
How very young the faces were
Where all the dead men lay.

Portly and solemn in their pride,
The elders cast their vote
For this or that, or something else,
That sounds the martial note.

But where their sightless eyes stare out
Beyond life's vanished toys,
I've noticed nearly all the dead
Were hardly more than boys."

Grantland Rice (1880 – 1954)

... oder auch einige Texte von Bob Dylan...

haben die Beatles eigentlich jemals Anti-Kriegslieder geschrieben...? Aber Cat Stevens hat...und der hat auch andre schöne Lieder gemacht.

 

26.11.06 14:06


Poetry evaluation – useful phrases for the Klausur
Structure
The poem
- is clearly structured: ………
- is divided into…..stanzas,
- consists of …….stanzas of 
 …….lines each and one final
 couplet/triplet
- consists of …….quartets and
  ……triplets
- can be divided into 
  …….sections/parts
  

 

- each consisting of…...lines.
- the first ….consisting of ……lines, the
  last one consisting of ……..lines

- according to/ in accordance to the
  rhyme pattern
- which are marked by the (clear) rhyme
  scheme

 

 

*There is a clear break  - in line …../ after line……./ between the ……. and ……stanza,
                                              marked by (the comma, the full stop, the break in the rhythm…..)
*The syntax in this poem is dominated by ……… (short/incomplete, complex sentences)

*The arrangement of rhymes is - aa bb (rhyming couplets)        - in all stanzas/
  - ab ab (crossed rhyme)               throughout the poem
  - abba   (embracing rhyme)       - in stanzas ... and ....,
                                                                                                                while we find ………..
                                                                                                                rhyme in stanza ….
*The rhyme scheme is a mixture of ….(embracing rhymes, crossed rhymes, rhyming
   couplets)
*The rhyme scheme    -     is regular
-         is quite regular with the exception of lines ……….., where we have ……….rhyme instead of ………rhyme
-         marks clear breaks after lines………..and …………..
-         is irregular
-         clearly connects stanzas ……. and ………..
*The effect resulting from the regular/ irregular rhyme scheme is (an atmosphere/a feeling of)
  …………
*The regularity/ irregularity of the rhyme scheme creates  a monotonous/ lively/sprightly
  effect
*All lines in stanza …….end in identical rhymes

*The rhymes in lines …. and…..are identical

 

 
Shape poems: the outer form/shape of the poem suggests that……../reminds of………….
Content
The poem

The speaker of the poem/
The lyrical “I”

- describes (a situation of….)
- reflects on/ deals with/ discusses…………

- expresses his feelings of ….
- expresses his views on…….
- shows/ claims/ wants to convince the reader, that

*In the …… part of the poem/ in stanza ……,   - ……?…is described/sketched /stated/shown

*The topic of the poem is……………
*There is a development from…….. to …………… -> first there is a feeling of……..which
   is intensified in stanza……..and reaches a climax in line………………..
*There is a climax in stanza/ line ……….., where ……………………………………..
*The key to the poem - can be found in line……………..
                                        - lies in the central metaphor…………..
                                        - is summed up/ expressed  in lines…………/ in the final couplet
*The main message the poem conveys/ wants to convey is that ………………………….. 
*There is a clear connection between form and content: the structure/rhyme
  scheme/rhythm underlines the general tone of……………………………
*The central metaphor expresses……………
*A possible interpretation of this metaphor is……………………

 

Various other statements

*The general tone of the poem is one of ………………
*The general tone of the poem/of the …….stanza is reflected in/underlined by the dominant
  use of dark vowels/ bright vowels/ hard consonants
 
*The staccato rhythm/ hard rhythm/ vivid, irregular beat/ slow beat underlines the
  atmosphere/ feeling of……………….. (monotony/ sadness/fear/anger/violence/
  hopelessness/ restlessness/joy/happiness/mourning
*The dark/monotonous/sad…….. mood/atmosphere in the poem is intensified by…………..
* Several stylistic devices, like …………, are used to the effect that …………………  

* The metre used in this poem is a (e.g. 4-foot iambus). It is very regular throughout the
   poem and makes it sound …………………. 
                                            

 

 


 

24.11.06 14:31


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